121 Hausdurchsuchungen wegen Boerse.bz dank der GVU

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121 Hausdurchsuchungen wegen Boerse.bz dank der GVU

Beitragvon mrgreen » 05.11.2014 17:26

Da hier niemand dieses überaus wichtige Thema aufgreift werde ich das mal tun.

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Hier ein Zitat von golem.de...

Bundesweite Großrazzia gegen Boerse.bz

Über 400 Polizisten haben bundesweit 121 Wohnungen durchsucht, um Boerse.bz lahmzulegen. Die GVU hatte Anzeige erstattet. Die Plattform ist weiter online.

Polizei und Staatsanwaltschaft Köln führten bundesweit Durchsuchungen gegen das Portal Boerse.bz durch. Das gab die Staatsanwaltschaft Köln am 4. November 2014 bekannt. Der Vorwurf lautet auf gewerbsmäßige Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Film- und Musikdateien. Beteiligt waren über 400 Polizeibeamte, die insgesamt 121 Wohnungen in 14 Bundesländern nach Beweismitteln durchsuchten. Die Plattform ist weiter online. Die .bz-Domain ist die Länderdomain von Belize.

Bei Boerse.bz seien Kino- und Spielfilme, Musikalben, Software und E-Books über diverse Filehoster rund 2,7 Millionen Nutzern zum kostenlosen Herunterladen bereitgestellt worden. Die Uploader sollen monatliche Gewinne in Höhe von bis zu mehreren Tausend Euro erzielt haben. Die GVU vermutet, dass die Uploader von den Filehostern Provisionen erhalten. Einnahmequellen seien Premium-Accounts und Onlinewerbung.

Golem.de

Nutzer von Boerse.bz "könnten dieses Mal belangt werden"

Illegale Downloads: Laut IT-Anwalt Solmecke könnten bei der Strafverfolgung der Plattform Boerse.bz auch die 2,7 Millionen Nutzer belangt werden. Ein weiterer Rechtsanwalt sieht dafür bereits einen Beleg.

Laut dem Kölner IT-Anwalt Christian Solmecke könnte es bei der Verfolgung des illegalen Portals Boerse.bz auch Probleme für die Nutzer geben. "Den Verantwortlichen drohen hohe Strafen. Auch die 2,7 Millionen Nutzer der Plattform könnten dieses Mal belangt werden. Im Gegensatz zum Kinox.to-Fall geht es hier nämlich nicht ausschließlich um Streaming, sondern auch um den Download. Das Herunterladen geschützter Werke auf offensichtlich rechtswidrigen Portalen ist rechtswidrig", erklärte Solmecke.

Trotz mutmaßlich illegalen Verhaltens von Nutzern sei fraglich, ob sich die Ermittlungen von GVU (Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen) und Staatsanwaltschaft überhaupt auf Nutzer erstrecken würden. Bislang sei die GVU dafür bekannt, sich auf die "großen Fische" zu konzentrieren. Zudem sei zu bezweifeln, ob auf Boerse.bz überhaupt Nutzerdaten gespeichert wurden. Die Tatsache, dass sich Nutzer bei Boerse.bz angemeldet haben, sei noch kein Rechtsverstoß. Solmecke: "Es müsste schon der konkrete Download nachgewiesen werden. Dabei ist zu beachten, dass Nutzer in Deutschland anhand ihrer IP-Adresse lediglich sieben Tage zurückverfolgt werden können. Eine relativ kurze Zeitspanne".

Quelle

Hier noch ein gut geschriebener Beitrag von Joachim Sondern.

Eines der größten Raubkopierportale im gesamten Internet, welches 2,7 Millionen Menschen nutzen, geriet nunmehr ins Visier staatlicher Ermittlungen. Unter anderem erfolgte eine Anzeige durch die GVU. Am heutigen Dienstag fand daraufhin eine Großrazzia statt, über 400 Polizisten durchsuchten 121 Wohnungen, doch das Portal ist dennoch weiterhin online. Geht es hier tatsächlich um Urheberrechtsschutz oder wollen Film- sowie Musikindustrie lediglich eigene Finanzinteressen schützen?

Natürlich entstanden jenen Industrien große Verluste durch diverse Internetportale, anderseits jedoch kauften viele Menschen genau deshalb solche Produkte, weil sie vorher testen konnten, ob ihnen das Ganze zusagt. Auf keinem der Portale findet man Publikationen kleiner Autoren oder Musiker, welche hart kämpfen müssen, tauchen dennoch einmal Kopien auf, reagiert die Community, löscht genannte Beiträge mit dem Hinweis, den jeweiligen Künstler zu unterstützen.

Internet bedeutet Open Source, ganz gleich wo im Netz, alles scheint offen. Mittels Youtube lassen sich unlängst etliche mediale Inhalte kostenfrei konsumieren, wer die Suche beherrscht, findet dort mitunter gar vollständige Spielfilme. Fakt ist, kleine Verlagshäuser, Musiker oder Filmproduzenten können ihr Urheberrecht mangels finanzieller Mittel kaum schützen bzw. einklagen, große Industrien hingegen, wo Schauspieler stellenweise Millionen Dollar verdienen, suggerieren Empörung.

Wenn sie der Ursache entgegenwirken wollen, müssen Großindustrien Preise anpassen, Filme als auch Kinobesuche bezahlbar machen. Darüberhinaus müssen Schauspieler weder Millionen noch Hundertausende Dollar für einen einzigen Film erhalten. Entscheidungsfreiheit setzt Freiheit der Persönlichkeit voraus. Diskussionen, offenes Entgegenkommen wäre weitaus effektiver wie eine Großrazzia. Irgendwie scheint den Verantwortlichen ohnehin entgangen, daß boerse.bz andere Richtungen einschlägt, einige Aktivisten von dort das neue boerse.to gründeten, welches bereits ähnliche hohe Zugriffszahlen erzielt. Innerhalb der Szene munkelt man, daß boerse.to von den Idealisten gegründet, im gegenseitigen Einverständnis. Während einige Macher von boerse.bz eher geschäftliche Strukturen aufbauten, wollte ein Großteil dieser Community am Urgedanken anknüpfen, fernab geschäftlicher Pläne.

Raubkopierportale erreichen Millionen Menschen, weil die Wirtschaft nicht zum Wohle des Menschen ausgelegt, sondern ihre Arbeitskraft förmlich ausbeutet. Downloads gehören zur Quittung eines antihumanen Systems, welches Menschen keinen wahren Wohlstand ermöglicht.

Quelle

Heise.de Bericht


Also ich gebe Joachim recht, Downloads sind die Quittung für dieses scheiss System.
Es wird immer nur Angezeigt und verfolgt und eine hundertschaft Bullren reißen sich für nichts den Arsch auf. Dafür werden die Steuergelder verballert, damit 121 Wohnungen Ent-Rechnerisiert werden.
Anstatt sich mal um den islamischen Terrorscheiss zu kümmern was in diesem Land abgeht. Viele gehen nicht arbeiten und fahren den dicksten Benz. Keiner hinterfragt sowas. Da wird keine Energie reingesteckt damit mal klar wird warum Ali ohne Arbeit soviel Geld für so ein Auto hat.
Lieber junge Leute, die nur vor ihrem PC sitzen anscheissen.

Mann mann mann, ich finde es gut das die Moderatoren von boerse.bz sich zusammen getan haben und boerse.to aufgemacht haben!
Nach dem Motto, hier Leute hier gehts direkt weiter :)

mfg
mrgreen
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mrgreen
V.I.P.
 

Re: 121 Hausdurchsuchungen wegen Boerse.bz dank der GVU

Beitragvon Persil » 05.11.2014 22:32

Hallo,ich möchte mich hier auch wieder nach langer Zeit zu Wort melden.Es wird sehr viel spekuliert und gemutmaßt! Aber genaueres weiß keiner!
Aber es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ein interner Streit zwischen den einzelnen Uploadern gewesen sein. Der Grund ist war wie immer das Geld.

Von den Betreibern von boerse, mygully wird sicherheitshalber alles doppelt und dreifach mitgeloggt und anschließend wird fleissig erpresst. Auch der eigene VPN Dienstleister wird protokolliert haben, so viel ist sicher!
Was die Filehoster wie share-online ausgeplaudert haben kann nicht genau gesagt werden. Aber klar ist, diese Hoster werden in den nächsten Monaten/Jahren Probleme wie rapidshare kriegen.
Heute ist rapidshare.com abgebrannt und die Firma besteht nur noch aus einer Person.

Aus einer netten Freundschaft kann sehr schnell ein Krieg werden. Ich verstehe die Menschen nicht. Warum müssen sie sich alle verraten und in die Pfanne hauen. Zusammenarbeit wäre das Ziel?
Ich kenne Menschen die in der Szene unterwegs sind und höre wieder und wieder spannende Gesichten. Selbst die Leute die in der selben Stadt wohnen rippen sich gegenseitig um ein paar hundert Euro.
Heut zu Tage wird auch schon wegen 20Euro gerippt, NATÜRLICH, bei 30min Bearbeitungszeit ist das kein schlechter Schnitt für einen Hartz4 Empfänger.

Sorry, aber die ganzen Idis die weder Verschlüsseln, noch ihre Handy und ICQ Nummer frei zur Verfügung stellen, die gehören gefoltert und bestraft. Das ganze ist eine wahre Katastrophe. Ihnen muss dringend geholfen werden!
Und warum zahle ich für solche Zerstörungsaktionen seitens der Polizei noch Steuergelder???
Ich habe kein Interesse daran, also sollen sie sich um die wirklichen Kriminellen kümmern. Z.B. um Wirtschaftsverbrecher, Menschenhändler oder Drogendealer.
Das geht mir auf den Sack! So haben die Polizisten wieder einmal von zahlreichen Jugendlichen Uploadern das Leben zerstört, in dem sie saftige Strafen verhängen und die jugendlichen Uploader nicht einmal die Chance auf eine ordentliche Ausbildungsstelle kriegen.
AN DIE POLIZEI: In einigen Jahren, wenn die heutigen Kinder Männer sind, dann werden sie wie in Frankreich Frust aufbauen und es euch mir aller Härte zurück geben.
Was denkt ihr Polizisten, Staatsanwälte, Richter? Denkt ihr, ihr dürft über andere Menschen urteilen. Ihr seid sowas wie Halbgötter? Wer gibt euch das Recht?
Sollte es etwas Höheres geben, so bekommt ihr eure gerechte Strafe.

Klar, mit mir gehen grad die Gefühle durch und ich wiederspreche mich teilweise selbst. Aber es macht mich sauer! Mit Zerstörung schafft man keinen Frieden!

Wie viel haben die Ermittlungen und der Einsatz an Steuergeldern verschlungen?
Was werden sie wieder rein kriegen. Es steht doch absolut nicht im Verhältnis! Aber mit meinen Geldern können die es ja machen :flam:
Ich möchte die Uploader nicht unterstützen, allerdings darf man das Leben eines Menschen nicht zerstören und sie teilweise ins Gefängnis stecken. 100-150 Arbeitsstunden und der Uploader lädt keine Filme mehr hoch, fertig!
Und ich kann die Downloader teilweise verstehen. Ich persönlich schaue selten Filme. Aber letztes Jahr war ich im Kino und musste für einen Film stolze 15 Euro hinlegen. Mit Popcorn und einer Cola war ich bei 22Euro!
Wie soll sich eine Familie mit 2 Kindern einen Kinobesuch von 1 1/2 Stunden leisten.
Nicht alle haben das Geld zur Verfügung!
Das ganze Thema ist leider sehr dramatisch und auch ausgelutscht. Warum schafft die unfähige Regierung keine zufriedenstellende Lösung.
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Re: 121 Hausdurchsuchungen wegen Boerse.bz dank der GVU

Beitragvon mrgreen » 06.11.2014 16:53

MrSmith777 von boerse.bz hat geschrieben:Ich hatte heute Nachmittag schon einiges dazu geschrieben und habe mich in den letzten Stunden erfolgreich bemüht alle nötigen Infos zusammen zu bekommen.
Nachfolgend beziehe ich mich dennoch nur auf die beiden mir bekannten Fälle! In den anderen 119 Fällen kann es somit leicht abgewandelt geschehen sein. Dies ist jedoch unwahrscheinlich. Dem User "Erde" könnt Ihr glauben was er sagt, auch wenn er den richterliche Beschluss hier nicht postet. Das ist auch nicht nötig. Wer sich nur dadurch überzeugen lässt und das was heute (bzw. mittlerweile gestern) passiert ist auf die leichte Schulter nimmt dem kann man nicht wirklich helfen.

Aber hier nun erstmal die Fakten:

- Hide.io ist NICHT das Leck!
- Es wurden Listen von ALLEN Uploadern auf BBZ erstellt. Sprich wer wieviel und was geuppt hat. Zeitraum wie bereits erwähnt Jan bis März 2014
- Laut Aussage der Kripo Beamten haben sie die jeweilige E-Mail Adresse!!! zu allen Uploader Accounts von den Betreibern der BBZ
- Beide mir vorliegende richterliche Verfügungen der Staatsanwaltschaft Köln beinhalten die selbe Aussage -> die IP Adresse des Users wurde bei den E-Mail Providern abgefragt! Im Fall1 wurde gmx.de verwendet und im Fall2 web.de. Somit steht fest das die IPs definitiv NICHT von der BBZ stammen. Lediglich die E-Mail Adresse der User Accounts stammt aus dieser Quelle. Datum welches sie genommen haben war der 20.07. - sprich die IP Adresse welcher der User am 20.07. zum E-Mail Abruf verwendet hat wurde genutzt um beim ISP die Adressdaten abzufragen...
- Beide User haben kein VPN verwendet
- In beiden Verfügungen steht der selbe Passus, dass der jeweilige User nun auf der Nachfolgerplattform boerse.to aktiv ist und weiter beobachtet wird
- In beiden Verfügungen steht in der Einleitung "Anzeige gegen Unbekannt" sowie "Hausdurchsuchung zur Sicherstellung von Beweisen beim Zeugen Max Mustermann, Strasse, PLZ..."

Um wieviele Filme es sich genau in beiden Fällen gehandelt hat möchte ich hier nicht zum besten geben. Grob werd ich es aber zur Orientierung angeben. Fall 1 = 3stelliger Bereich und Fall 2 = 2stellig
HD 1 dauerte ca. eine Stunde. Im Fall 2 waren es wie oben schon erwähnt ebenfalls nur ca. 30 Minuten. Es wurde dabei nicht in jeden Schrank geschaut. Mitgenommen wurden in beiden Fällen PCs, Laptops, HDD's aller Art, USB Sticks, SD Karten und jegliche Art von CD, DVD und BD Disks in Rohlingform.
Beide Betroffene haben mir untersagt die Verfügungen geschwärzt hier oder anderswo zu posten. Also spart Euch Anfragen dazu. Beide Schreiben liegen in Kopie in diesem Augenblick vor meiner Nase.

Laut Kripo ging es hauptsächlich um Leute welche Filme geuppt haben. In dem Zusammenhang wurden aber ebenfalls alle anderen Uploads dokumentiert. Diese sind in der Verfügung, wie bereits von jemand anderem erwähnt, in der Summe aufgelistet.
In beiden HDs hatten die Beamten die vollständigen Listen zur Hand was genau geuppt wurde mit Datum, Uhrzeit etc. Bezieht sich auf die Erstellung des Angebotsposts. Diese Listen wurden den "Zeugen" gezeigt, jedoch nicht ausgehändigt.

Desweiteren wurde mehrmals glaubwürdig erwähnt das die Auswahl der gestrigen Upper mehr oder weniger per Zufall geschah. Man habe sich per Zufallsprinzip für 3-9 Upper pro Bundesland entschieden. Dafür spricht das wirklich Leute in allen Magen fällig waren. Von 5 Filme bis mehrere hundert... Zusätzlich wurde dieser Aussage stets hinzugefügt das alle anderen folgen würden. Nun kann man spekulieren inwiefern das noch sinnvoll ist wo der Überraschungseffekt nicht mehr da ist und die übrigen Leute Zeit haben die "Wohnung mal durchzufegen". Ob was dran ist oder nicht, dies kann man jedem der auf BBZ geuppt nur dringend nahe legen!

Im Fall 1 wurde noch dazu gesagt das die neue Plattform boerse.to bereits umfangreich unter Beobachtung steht und auch dort zu gegebener Zeit hart durchgegriffen wird.

So, nun können wir uns wieder dem spekulativen Teil widmen. Undzwar der einzigen Frage welche noch übrig bleibt >>> Wurde wie etliche Leute vermuten die BBZ übernommen und dient nun als Honeypot? Ich würde eher vermuten nein, denn sonst müssten sie nicht den Umweg über die E-Mail Provider gehen um an die IP Adressen zu kommen. Wahrscheinlicher ist somit das dies was die Beamten bei der HD behauptet haben stimmt, dass sie die E-Mail Adressen von den Betreibern haben...

Aber ob nun hüh oder hopp, das Kind ist in den Brunnen gefallen und alle die Glück hatten gestern noch keinen Besuch bekommen zu haben sollten Vorkehrungen treffen.


Quelle
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mrgreen
V.I.P.
 



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